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GLOSSAR
 BEZEICHNUNG MASCHINENTYPEN DISKUS IONIC SCHLEIFVERFAHREN SPINDELLAGEN


 BEZEICHNUNG MASCHINENTYPEN

Diskus-Maschinen haben einen eindeutigen Typenschlüssel, aus dem hervorgeht, um was für eine Maschine es sich handelt. Dieser Schlüssel setzt sich wie folgt zusammen: 


 DISKUS

Herkunft: griechisch δισκος = Platte, Scheibe
Die Wurfscheibe der Griechen und Römer, der DISKUS, gab dem, am 26. Oktober 1911 in Frankfurt am Main gegründeten Unternehmen den Namen. Der Diskuswerfer des Myron wurde eingetragenes Warenzeichen und symbolisiert die Dynamik und die Kraft des sich ständig im Wettbewerb messenden Menschen. Carl Krug´s Idee war, das Verfahren des Flachschleifens aus der Schleiftechnik herauszugreifen und sich speziell mit den Problemen dieser Technologie und ihrer Anwendung zu befassen, also: Flächenschleifen und Schleifmaschinenbau. So auch die Entwicklung der Doppelplan-Seitenschleifmaschine, von der wir sagen:
»DISKUS, das Original im Planseitenschleifen«


 IONIC

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IONIC
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Seit 1948 fertigt DISKUS eigene Messsteuerungen die speziell für das DISKUS-Schleifen ausgelegt sind.
Diese Messsteuerung trägt den Namen IONIC.
Bis 1985 handelte es sich dabei um reine Hardwarelösungen. Ende 1985 wurde mit der Entwicklung einer Softwarelösung begonnen. Mit der IONIC 68000 wurde eine Lösung gefunden, die 1995 durch die IONIC 17A abgelöst wurde.
Seit 2007 ist die neueste Generation - die IONIC18 - verfügbar.
WARUM HEISST DIE DISKUS-MESSSTEUERUNG IONIC?
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1948 war es durchaus revolutionär mittels einer "Messsteuerung" eine Maschine auszurüsten, um somit eine gleich bleibende Qualität zu erreichen. Darum wurde nach einem Namen gesucht, der prägnant für ein solches Gerät sein sollte (nicht XPQuz 4711).
Daher:
1. Die Geräte der ersten Stunde hatten "Elektronenröhren", in denen IOnen fließen. Daher stammen die ersten zwei Buchstaben (IO).
2. Der Begriff "elekroNIC", heute ein Wort aus dem Alltag, kam damals gerade neu auf und daraus resultieren die letzten drei Buchstaben (NIC).
3. Setzt man nun die beiden Silben zusammen erhält man das Wort "IONIC" und das hat sich gehalten – bis heute.
4. Die Nummerierung ist seit der ersten IONIC fortlaufend. Jede neue Entwicklungsstufe erhielt die nächste Nummer. Lediglich der Vorgänger der IONIC 17A, die IONIC 68000, fiel dabei aus der Reihe. Die Bezeichnung IONIC 68000 war vom Mikroprozessor "Motorola 68000" abgeleitet, mit dem das Gerät damals ausgestattet war.
ZUM ALLGEMEINEN VERSTÄNDNIS
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Die IONIC ist keine Messmaschine und kein statistisches Qualitätskontrollsystem.
Die IONIC ist eine Messsteuerung zum Steuern von DISKUS-Schleifmaschinen bzw. Regeln des Schleifprozesses.
Es wird jedes Werkstück gemessen, um mit diesen Messdaten die DISKUS-Schleifmaschine zu steuern. Wenn dabei Messdaten sozusagen abfallen, dann steht es nachfolgenden QS-Systemen frei, sich dieser Daten zu bedienen.
Es ist allerdings in jedem Einzelfall zu prüfen, ob diese Daten auch zur Verarbeitung geeignet sind. Die Datenflut könnte zu groß sein, oder die Messgenauigkeit zu stark schwanken. All diese Dinge stören die IONIC jedoch nicht, da die Daten zur Maschinensteuerung intern so aufbereitet werden, dass eine optimale Funktionalität erreicht wird.
Zur Datenflut kann noch gesagt werden, dass es für die IONIC kein Problem darstellt, 20.000 Werkstücke in der Stunde automatisch zu messen und die Maschine zu steuern. Dies sind Taktzeiten, die beim Seiten-Planschleifen in der Produktion nicht selten erreicht werden.


 SCHLEIFVERFAHREN

Nachfolgend sind Schleifverfahren aufgeführt, die mit Diskus-Maschinen durchgeführt werden können: 
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EINSTECHSCHLEIFEN – Typ DS (unten)
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke mit Hilfe einer Führung auf die Schleifscheibe geführt. Bei jedem Werkstück wird separat eingestochen.
EINSTECHSCHLEIFEN – Typ DS (oben)
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke mit Hilfe einer Führung unter die Schleifscheibe geführt. Bei jedem Werkstück wird separat eingestochen.
EINSTECHSCHLEIFEN – Typ DHS
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke mit Hilfe einer Beladungseinheit unter die verfahrbare Schleifscheibe geführt. Während sich das Werkstück unter der Schleifscheibe befindet wird oszillierend eingestochen.
EINSTECHSCHLEIFEN – Typ DW
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke mit Hilfe einer Führung an die Schleifscheibe geführt. Bei jedem Werkstück wird separat eingestochen.
EINSTECHSCHLEIFEN MIT SCHLITTEN – Typ DDW
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke mit Hilfe eines Schlittens zwischen die Schleifscheiben geführt. Während sich das Werkstück zwischen den Schleifscheiben befindet wird eingestochen.
EINSTECHSCHLEIFEN MIT SCHWINGE – Typ DDW
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke mit Hilfe einer Schwinge zwischen die Schleifscheiben geführt. Während sich das Werkstück zwischen den Schleifscheiben befindet wird eingestochen.
EINSTECHSCHLEIFEN MIT GESTEUERTER ROTATION DER WERKSTÜCKE – Typ DDS
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Bei diesem Schleifverfahren werden die, in einzelnen Planeten liegenden Werkstücke, mit Hilfe einer Transportscheibe, so durch die Schleifscheiben geführt, dass für jeden Planeten separat eingestochen wird. Während des Einstechens rotieren die Planeten und die darin befindlichen Werkstücke.
DURCHLAUFSCHLEIFEN L – Typ DDS
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(L = Längsvorschub)
Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke ohne Zwischenraum, direkt nacheinander, längs durch die Schleifscheiben geführt.
DURCHLAUFSCHLEIFEN L – Typ DDW
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(L = Längsvorschub)
Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke ohne Zwischenraum, direkt nacheinander, längs durch die Schleifscheiben geführt.
DURCHLAUFSCHLEIFEN R – Typ DDS
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(R = Rundvorschub)
Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke, nacheinander mit Hilfe einer Transportscheibe, durch die Schleifscheiben geführt.
DURCHLAUFSCHLEIFEN R – Typ DDW
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(R = Rundvorschub)
Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke nacheinander, mit Hilfe einer Transportscheibe, durch die Schleifscheiben geführt.
DURCHLAUF-EINSTECHSCHLEIFEN – Typ DDS
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke, mit Hilfe einer Transportscheibe, durch die Schleifscheiben geführt. Bei jedem Werkstück wird separat eingestochen.
DURCHLAUF-EINSTECHSCHLEIFEN – Typ DDW
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke, mit Hilfe einer Transportscheibe, durch die Schleifscheiben geführt. Bei jedem Werkstück wird separat eingestochen.
DURCHLAUF-EINSTECHSCHLEIFEN – Typ DSR
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Bei diesem Schleifverfahren werden die Werkstücke, mit Hilfe einer Transportscheibe, unter die Schleifscheiben geführt. Bei jedem Werkstückpaar wird separat eingestochen. Die Besonderheit liegt darin, dass hierbei Werkstücke, mit unterschiedlicher Höhe (Stufe), bearbeitet werden können.


 SPINDELLAGEN

Diskus-Maschinen lassen sich in zwei Grundtypen unterteilen – in Maschinen mit senkrechter und mit waagerechter Spindel. 
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SENKRECHTE SPINDEL
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Bei Maschinen mit senkrechter Spindel sind die Motorspindeln, die die Schleifscheiben antreiben, senkrecht angeordnet. In einer solchen Maschine werden die Werkstücke waagerecht (horizontal) durch die Schleifscheiben geführt.
WAAGERECHTE SPINDEL
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Bei Maschinen mit waagerechter Spindel sind die Motorspindeln, die die Schleifscheiben antreiben, waagerecht angeordnet. In einer solchen Maschine werden die Werkstücke senkrecht (vertikal) durch die Schleifscheiben geführt.



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